Archiv der Kategorie 'Lächelfaktoren'

Summer in the city

hi ihrs.
mit sicherheit ist es euch schon aufgefallen, es ist wieder ein wenig wärmer bei uns geworden, zumindest aussentemperatur-technisch. und siehe da, die anderen bewohner meiner so geliebten ruhrpott-metropole können doch tatsächlich lächeln und halbwegs entspannt und lässig durch et städtsche flanieren…
man müsste glatt einen antrag bei der regierung auf einen riesigen, ganz deutschland mit heißluft versorgenden ofen stellen. und natürlich einen exorbitant grossen, die ganze republik bedeckenden regenschirm. anscheinend ist das ja die lösung für das miesepeterproblem in unseren fußgängerzonen…
denn mal ehrlich, auch wenn hier nich alles eine einzige party und kollektives zuckerschlecken ist, die anderen passanten können herzlich wenig dafür und dürfen deshalb auch ruhig mal mit freundlichen blicken bedacht werden.
ach du schande, das nimmt ja schon fast wieder philosophische züge an, also stoppe ich diesen wortschwall wohl beser und wünsch euch einen wunderbaren abend in einem wunderbaren (was das wetter angeht) spätsommer

Teufelskreise…

ok, ich gebs ja zu, vom titel her passt dieser beitrag eigentlich so gar nicht in diese Kategorie. auch der anfang dürfte zunächst einmal gegenteilig wirken, aber dazu muss ich ihn ja erstmal schreiben, was ich auch gleich mit dem nächsten satz beginnen werde.
manchmal, wenn man einen anderen menschen sehr liebt, kann ein falscher satz dieses menschen einen in den tiefsten seelischen abgrund stürzen. plötzlich, von einer auf die andere sekunde, wird alles grau und diesig, zumindest im eigenen gemüt. das sind die momente, in denen man das konzept der zweierbeziehung sehr in frage stellt. wozu genau soll das gut sein, sich emotional so sehr auf einen anderen einzulassen, wenn damit doch auch immer das seelische verletzungsrisiko steigt? eben, zu gar nix!!! dann lieber ein einsiedlerkrebs sein, den nichts und niemand vom eigenen weg abbringen kann. ab und an mal ein kleiner flirt fürs selbstbewußtsein und, ja, auch hin und wieder sex zwecks stressabbau. wir wurden sowieso nicht für die monogamie und endlosbeziehungen gemacht und der gesellschaftliche trend geht eh hin zu mehr flexibilität und unverbindlichkeit…
dummes, stolzes herz. wir sind keine einsiedlerkrebse, auch wenn wir uns noch so sehr bemühen. solange der alltag es noch nicht geschafft hat, uns endgültig abstumpfen zu lassen, ist da dieser wunsch nach dem einen zweiten menschen, der immer unser zuhause ist, scheißegal wo wir grad sind. natürlich bin ich inzwischen auch alt genug und häufig genug auf die schnauze gefallen, um zu wissen, dass nichts dergleichen für die ewigkeit ist. ich muss ja nich gleich heiraten, aber es sollte eben auch nicht von vornherein ausgeschlossen sein. denn einfach nur eine beziehung führen, um die eigenen primärbedürfnisse zu befriedigen, bzw. einfach nicht allein zu sein, halte ich doch für reichlich egoistisch. und die meisten egoistischen sachen werden auf die dauer fad. dann sucht man sich eben den oder die nächste, mit der es für ein weiteres weilchen klappt, bzw. interessant ist…
sorry, aber das is mir zu anstrengend. und außerdem hab ich auch im bett bedeutend mehr spaß, wenn nicht nur meine libido sondern auch noch das herz mitspielt. und das kann es eben nur, wenn es verliebt ist. wie genau kam ich jetzt eigentlich auf sex??? ich hasse meine gedankensprünge, wenigstens ist dieser hier jetzt schriftlich festgehalten und somit zumindest halbwegs nachvollziehbar…
aber zurück zum anfang, es ging um menschen, die mir so nahe stehen, dass sie mich mit einem einzigen satz sehr tief verletzen können. wo genau liegt da der lächelfaktor? das sie es, sofern es unbeabsichtigt war, eben auch wieder gut machen können. das liebe eben auch mit (vermeintlichen) katastrophen klarkommt. und das am ende des (manchmal auch erst nächsten) tages eben doch wieder alles gut wird und ich zuhause ankomme. und nun, zum kitschig-schnulzig-krönenden abschluss ein zwar häufig schwerstens missbrauchtes, aber dennoch selten wahres zitat:
HOME IS WHERE THE HEART IS

Sterne über Essen

Als ich grad nach Hause kam ist mir was sehr merkwürdiges passiert. Nicht nur, dass es erstaunlich ruhig in der Stadt war trotzdem grad ein WM Finale stattgefunden hatte, nein, es gab sogar ein Stück blauen Nachthimmel inklusive Stern zu sehen…
Das is irgendwie total irre. Früher, als ich noch waschechtes Dorfkind war, hat mich grade die Ruhe und Abgeschiedenheit total angekotzt. Aber jetzt genieß ich das immer richtig, wenn ich bei meinen Eltern trotz geöffneten Fenstern seelenruhig schlafen kann. Oh verflucht, ich hatte mir doch irgendwann mal vorgenommen, niemals spießig zu werden und jezt ist einer meiner ersten öffentlichen Beiträge an Spießigkeit und Kleinbürgertum kaum zu überbieten. Ich fürchte, ich werd alt…