Neues von der ArbeitsBine

hi ihrs.

auch wenn ich beim verfassen des letzten eintrags nichmals drauf zu hoffen gewagt hab, ich wurde tatsächlich von einem arbeitgeber erwählt, von nun an fröhlich für seine einrichtung dienst zu tun. ob die vorher tatsächlich meine bewerbung genauestens gelesen haben *leiser zweifel*…
naja egal jetzt, ist ja deren problem, dass sie mich nu an der backe haben. ganz ungeschoren bin ich allerdings auch nicht davon gekommen. ich, die ich bisher nahezu ausschließlich mit jungs im alter von höchstens 15 gearbeitet habe, treibe mich nun quasi täglich in einer mädchenwohngruppe rum, deren jüngste bewohnerin bald 16 wird. und das in einem stift, der eigentlich auf die arbeit mit männlichen klienten spezialisiert ist und genau (na ?) EINE außenwohngruppe mit mädels anbietet. das leben is echt merkwürdig, aber zumindest hat das drehbuch immer noch eine amüsante wendung parat (zumindest für außenstehende).
soweit auch alles gut, langsam gewöhn ich mich ein und nettere kollegen kann ich mir eigentlich gar nicht wünschen, aber ich wäre natürlich nicht ich, wenn nicht auch scho etwas, sagen wir, leicht unkluges passiert wäre.
zum einstellungsgespräch und auch zur vertragsunterzeichnung musste ich in die verwaltung des stiftes, die sich mitten in den feldern des münsterlandes befindet. sehr idyllisch, aber ich bevorzuge nach wie vor das linke rheinufer. bei diesen beiden gelegenheiten traf ich auf einen sehr zuvorkommenden und überaus freundlichen jungen mann, der mir enthusiastisch alle türen öffnete und überaus begeistert die hände schüttelte. stellte sich beim ersten mal als der herr … vor, wobei mir der name so überhaupt nix sagte. die misstrauische blondine in mir schloss sofort, dass die lieben leutz da einen akuten mangel an jungen frauen im heiratsfähigen alter haben, münsterländer bauern eben…
als ich am zweiten arbeitstag mit einem kollegen meine schlüssel und den dienstausweis im hauptgebäude abholte, wollte dieser auch noch mal kurz bei unserem pädagogichen leiter (unser direkter vorgesetzter) ins büro schauen. leider hatte der so gar keine zeit für uns, weil schon zwei leute in seinem büro saßen, unter anderem auch mein grinsekater. der grüßte auch sogleich wieder strahlend, woraufhin ich recht reserviert ebenfalls ein knappes hallo in seine richtung schickte, immerhin sollte mein chef nicht denken, dass ich bereits in meiner ersten woche anfange mit den kollegen zu flirten…
wieder im dienstbulli meinte mein kollege: na das ist doch toll, sabine. da hast du heute auch gleich den neuen chef des stiftes gesehen. ich darauf nur, wie bitte, wann das denn? na der saß doch grad auch bei … im büro, gleich vorn an der tür.
NEIN!!! deshalb war mir der name des hauptverantwortlichen auf meinem arbeitsvertrag so bekannt vorgekommen: es war der erste mensch, der sich mir dort vorgestellt hatte (allerdings ohne zu erwähnen, dass er chef von et janze ist). und ich dummes dummes huhn dachte der typ will mich anbaggern, dabei ist er nur nett zu seinen angestellten.
wie ihr seht, ist mit einer baldigen karriere nicht zu rechnen, wer den oberboss mit freundlicher zurückweisung behandelt, während der nur seine neuen mitarbeiter kennenlernen will, dürfte kaum aus dem annerkennungsjahr übernommen werden.
aus dem soapeigenen therapiezentrum grüßt ganz enthusiastisch und strahlend (aber ohne hintergedanken), die gelli